Projekte

Mit Projekten eigenständige Entwicklung fördern.

Die Initiative Eine Welt unterstützt seit 1978 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika und Lateinamerika. Der Schwerpunkt liegt bei kleineren, überschaubaren Projekten, die besonders benachteiligten Gruppen zugute kommen. Projektidee und Eigeninitiative stammen von den jeweils Betroffenen im Süden.

Projekte müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um unterstützt zu werden:

Durch die überschaubare Struktur ist es der Initiative Eine Welt möglich, mit den ProjektpartnerInnen direkten Kontakt zu halten. Projektbesuche stärken die zwischenmenschlichen Beziehungen und sichern, dass die Mittel richtig eingesetzt werden.

Projektliste seit 1978     unsere Projektpartner

Krankenstation Taonsgo / Burkina Faso

Im Dorf Taonsgo wird eine Krankenstation gemeinsam mit den Menschen vor Ort errichtet, die 3.500 Menschen eine medizinische Versorgung gewährleistet. Im Mai 2019 wurde der Bedarf einer Krankenstation in Taonsgo vom Gesundheitsministerium anerkannt und die Zuteilung einer Krankenschwester offiziell zugesichert. Gerade befindet sich die Krankenstation in Bau, die mit Unterstützung des Landes Oberösterreich und Red CHAIRity finanziert wird. Ab dem Frühjahr 2020 wird dort den Menschen aus Taonsgo bei Unfällen und akuten Erkrankungen Hilfe geboten.

Krankenstation Taonsgo

Solarstrom für die Schule / Burkina Faso

In Burkina Faso leben 80 Prozent der Bevölkerung in ländlichen Gebieten, zumeist ohne elektrischen Strom. Gegen 19 Uhr wird es dunkel. Um Licht zu haben, sind die Menschen auf Petroleumlampen oder Taschenlampen angewiesen. Beide haben gesundheitliche oder ökologische Nachteile und sind teuer.

Durch den Bau von Photovoltaikanlagen können in Krankenstationen in der Nacht Notversorgungen durchgeführt werden und am Abend können in Schulen Menschen unterrichtet werden, die während des Tages arbeiten müssen.


Folder Solarstrom Burkina Faso

Berufsausbildung für Mädchen und Jungen zum/r Zweiradmechaniker/in

Das aktuelle Projekt sieht eine Ausbildung zum/r Fahrrad- und Mopedmechaniker/in vor. Im Rahmen der bereits bestehenden Berufsbildenden Schule ABN wird ein weiterer Berufszweig aufgebaut. Die notwendige Werkstätte wurde bereits mithilfe von Spenden an die IEW errichtet. Nun sollen insgesamt fünf Ausbildungsplätze geschaffen werden, von denen mindestens zwei von Mädchen besetzt werden. Zudem soll eine Lehrperson für die Dauer von drei Jahren finanziert werden.

Mikrokredite Guatemala

Die Bergregion Huehuetenango an der mexikanischen Grenze, ist ein wirtschaftlich stark benachteiligtes Gebiet, in dem die IEW seit Jahren entwicklungspolitische Hilfe leistet.

Das aktuelle Projekt unterstützt Menschen in der Region dabei, ein Kleingewerbe zu gründen. Das gespendete Geld gelangt in einen Kreditfonds vor Ort, der durch die Agrargenossenschaft ACODIHUE verwaltet wird. Aus diesem Fonds werden Mikrokredite ausgezahlt, die in die Kaffeeproduktion, Viehzucht, Imkerei, Schneiderei oder eine Bäckerei investiert werden. Das geliehene Geld fließt in Raten zurück und ermöglicht so neue Kredite.

Folder Mikrokredite Guatemala

Programm gegen Armut Guatemala

Fairer Handel als Chance

Die Initiative Eine Welt unterstützt seit 2001 Menschen in einer der ärmsten Regionen Guatemalas. Durch Vermarktung von hochwertigem Kaffee und Honig aus paradiesischer Pflanzenvielfalt sollen die Kleinbäuerinnen und Bauern gerechten Lohn für ihre Arbeit erhalten.Durch viele Schulungen, Aufbau von Kooperativen, Bau von Lagerhallen und Verarbeitungsanlagen ist es gelungen, Kaffee und Honig gut zu vermarkten. Von der Europäischen Union wurden neuerlich zwei Folgeprojekte im Ausmaß von 2,1 Mio. Euro genehmigt, um mehr Kaffee und Honig im Bereich des Fairen Handels weltweit absetzen zu können. Besonders profitieren werden Frauen, für die Kaffee- und Honigproduktion eine Möglichkeit zum eigenen Verdienst bietet.

Flyer Programm gegen Armut Guatemala

Trinkwasserversorgung für Nangorit/Uganda

Das Karamojagebiet liegt im Nord-Osten Ugandas an der Grenze zu Südsudan und Kenia. Es zählt zu den ärmsten und am stärksten benachteiligten Regionen Ugandas. Die Karamojas leben noch sehr traditionell und wurden von der Regierung bis heute vernachlässigt. Speziell die jungen Menschen leiden an Perspektivlosigkeit. Durch die Klimaveränderung sind die Niederschlagsmengen drastisch zurückgegangen und dadurch leben die Karamojongs unter äußerst prekären Bedingungen. Das größte Problem für eine Entwicklung stellt die fehlende Trinkwasserversorgung dar. Das „Trinkwasser“ wird von verschmutzten Flüssen beziehungsweise von Wasserlöchern entnommen. Dadurch entstehen viele Erkrankungen. Um dem entgegen zu wirken baut die IEW mit der Bevölkerung vor Ort Brunnen, die die Situation der Menschen deutlich verbessern sollen.

Berufsausbildung Uganda

Uganda ist ein Land mit einer turbulenten Geschichte. Nachdem die grausame Guerillabewegung   Afrikas Lord´s Restistance Army   jahrelang die Bevölkerung Ugandas terrorisiert und Kindersoldaten rekrutiert hat, leiden die Menschen auch heute noch an den Folgen dieser Schreckensherrschaft.

Die ARGE Schulpartnerschaft hat daher in Zusammenarbeit mit der Initiative Eine Welt ein Projekt auf die Beine gestellt, das die technische Schulbidlung von tausenden SchülerInnen verbessern und ihnen eine Perspektive auf dem heimischen Arbeitsmarkt geben soll. Somit entstand die Zusammenarbeit mit der Brother Conrad Technical School. Die Schule umfasst eine Lehrlingsausbildung sowie die Möglichkeit mit einer technischen Matura abzuschließen. Auf dem Bild sieht man die neue Tischlereiwerkstatt, die es den Lehrlingen ermöglicht eine moderne Tischlerausbildung zu machen.

Folder Berufsausbildung Uganda

Solar-Elektrifizierung in Wawashang/Nicaragua

Die ARGE Schulpartnerschaft HTL Braunau IPLS León und die Initiative Eine Welt arbeiten seit Jahren gemeinsam an Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen einer der am stärksten benachteiligten indigenen Bevölkerungsgruppen an der Atlantikküste Nicaraguas. Die Errichtung einer Photovoltaikanlage bietet wesentliche Entwicklungschancen für die Bevölkerung und im speziellen für die Ausbildung der Jugendlichen in der Region. Das Wissen um erneuerbare Energie kann so hautnah vermittelt und in den Unterricht einbezogen werden. Die Photovoltaikanlage in Wawashang besteht aus Solarmodulen, Speicher, Wechselrichter sowie dem elektrischen Verteilungssystem. Damit wird ermöglicht, dass der gewonnene Strom entweder direkt im Schulareal verbraucht oder in den Abendstunden zur Beleuchtung der Klassenräume verwendet wird.

Lastenfahrrad für Nicaragua

Braunauer Schüler der ARGE Schulpartnerschaft HTL Braunau IPLS León haben den Prototypen eines elektrisches Lastenfahrrads entwickelt, der zur Fertigung von Fahrrädern in Nicaragua dient. Damit haben sie im Finale von Jugend Innovativ den 2. Platz in der Kategorie „Sustainability“ erreicht. Die schwierigen Straßenverhältnisse und die oft mangelhaften Lastenfahrräder, die in León unterwegs sind, führen dazu, dass die Fahrer enormen Anstrengungen, sowie Risiken ausgesetzt sind. Mit Unterstützung von Mitgliedern der Initiative Eine Welt wird der Prototyp des Ladstenfahrrads nach Lateinamerika gebracht, wo er für die Werkstätte des IPLS, der Partnerschule der HTL Braunau in León/Nicaragua, als Modell zur Verfügung steht.

unsere Projektpartner